DSL-Kunden können laut BGH nicht vorzeitig kündigen

15. November 2010 – 14:14

DSL-Kunden ärgern sich: Ein neues Urteil des Bundesgerichtshofes besagt, dass DSL-Kunden künftig ihren Vertrag nicht mehr vorzeitig kündigen können, wenn sie in ein Gebiet ziehen, das nicht mit DSL versorgt ist.

Dieses Urteil wurde aufgrund einer Klage eines verärgerten Kunden gefällt. Dieser hatte geklagt, da sein DSL-Anbieter die vorzeitige Kündigung nach etwa sechsmonatiger Laufzeit nicht akzeptieren wollte und weiterhin die Grundgebühr verlangte. Der Kunde wollte in ein Gebiet umziehen, das nicht mit DSL versorgt ist. Der Anbieter bekam Recht. “Der Kunde trägt in diesen Fällen das Risiko selbst” so der Bundesgerichtshof.

Welche Rechte und Möglichkeiten haben Sie als Kunde?

Wenn es für Sie absehbar ist, dass Sie noch vor Ablauf der Kündigungsfrist umziehen werden, sollten Sie eine Anbieter wählen, der keine Mindestlaufzeit anbietet.
Sie zahlen zwar etwas mehr Grundgebühr, gehen allerdings unnötigen Ärgernissen mit der Kündigung aus dem Weg. Anbieter hierfür wären z.B. Alice, Congstar oder O2.

Wenn Sie bereits in einem Vertrag mit 2-jähriger Laufzeit stecken haben Sie folgende Möglichkeiten:

Firmen sind oft nach Anfrage Kulant und kündigen den Vertrag vorzeitig gegen eine Gebühr, wie z.B. 1&1 für 69,90€.
Die Telekom kommt den Kunden nach Anfrage entgegen und akzeptieren bei Umzug eine vorzeitige Kündigung.
O2-Kunden können Sogar auf dieses Kündigungsrecht bestehen. Laut deren AGB ist eine vorzeitige Kündigung dann möglich, wenn man in ein Gebiet zieht, dass nicht nur vorübergehend nicht mit DSL versorgt ist.


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